Herzheilen-Meditation

Silvia Hartmann bezeichnet unser Energie-Herz als das Zentrum unseres
Energiekörpers und als „Herrscher“, der bestimmt, wie wir das Leben
erfahren, was wir denken, was wir tun. Alle großen menschlichen Gefühle
sind „Schreie, die aus dem Herzen kommen“ – Schreie der Freude, Liebe,
Ekstase oder aber Trauer, Schmerz, Wut und Angst. Jahrtausende lang
haben Menschen vergeblich versucht, ihre Welt mit dem Verstand zu
leiten und es nicht geschafft, den das klare Fliessen der Energie
herzustellen, die Harmonie von Verstand, Körper und Geist/Energie.

In diesem Modell des menschlichen Energiesystems hängt es vom
energetischen Herz ab, welche Erfahrungen ein Mensch macht – ob er
Schmerz empfindet, Angst und Trauer, mit all den dazugehörigen
Auswirkungen auf die Gedanken, Glaubensysteme, Entscheidungen und
Taten; all das fordert direkten und indirekten Tribut vom Körper, durch
schädliche Abhängigkeiten und Verhaltensweisen.

Das System, das wir Herz nennen, liefert uns aber auch ganz andere
emotionale Energien und ihre entsprechenden Auswirkungen: Freude,
Liebe, Ekstase, Glück, Mühelosigkeit, Ausgeglichenheit.

Unsere Energiesysteme funktionieren nicht so gut wie sie könnten.
Die Energie der „Liebe“ wird vom Herzen erzeugt; wenn also jemand ein
gebrochenes Herz hat, dann kann dieser Mensch diese Energie in sich
nicht so stark und mächtig werden lassen wie sonst.

Deswegen haben viele Leute das Gefühl, daß sie selbst nicht gut
genug heilen könnten, oder daß sie einen großen Heiler aufsuchen
müßten, der diese Arbeit für sie macht.

Doch im Reich der Energie ist es nicht Quantität, die zählt, oder
sogenannte Reinheit, oder Kraft, oder derlei. Ein Prophet sagte einst:
Die ehrlich vergossenen Tränen einer Prostituierten können ihr die
Erlösung bringen, während die goldene Schale eines reichen Mannes bei
weitem nicht genügt.

Ich benutze manchmal das Gleichnis von dem Lernfortschritt eines
behinderten Kindes, das sich Jahr um Jahr angestrengt hat, und nun sein
erstes Wort spricht. Es ist nur eine einzige Silbe, mehr nicht, und
doch: in energetischer Sicht ist es mehr wert als die verwirrend
gescheite Rede, die ein gelangeweilter, studierter Künstler über sein
Publikum ergießt.

ALLES zu geben, was Sie haben, ist der Schlüssel zum Herz-Heilen.
Was immer es sei, wie viel oder wenig. Was immer Sie haben, wenn Sie es
frei und willig geben, von ganzem Herzen, dann wird es mächtig sein und
den Heilungsvorgang augenblicklich starten.

Wenn Ihr Herz „gebrochen“ ist und Sie nur 15% zur Verfügung haben, dann ist das eben ALLES und so stark wie es nur sein kann.

Deswegen wird Ihre Heilung so wirksam und so kraftvoll sein. Auch
wenn Ihr Heilen immer stärker wird, immer mehr von den Systemen Ihres
Herzens wieder online gehen, repariert, erfrischt und wieder
energetisiert werden, so wird es doch immer nur so wirksam sein, wie
Ihre Bereitschaft, alles zu geben.

Sie können die folgende, sehr einfache Heil-Technik jederzeit
benutzen, wenn Sie traurig sind, sich fürchten oder sich einsam fühlen.

Es ist wirklich nicht wichtig, warum Sie sich so fühlen, wer Ihnen
das Herz gebrochen hat, oder was in der Vergangenheit geschah. Wenn Ihr
Herz wirklich geheilt ist, gibt es keine Geschichte mehr. Sie werden
Sie sein, und Sie werden ganz neu sein. Insofern erfordert diese
Technik kein Nachforschen und kaum Denken – der Wille zu heilen und die
Haltung reichen völlig aus.

Sollten Sie sich mal in einer Situation befinden, in der Sie Ihre
Hände nicht auf Ihr Herz legen können, dann genügt es auch, sich
vorzustellen, wie Sie Ihre heilenden Hände auf Ihr Energieherz legen.
Erlauben Sie Ihrem Energiesystem, das Sie am besten und genauesten
kennt, alles zu tun, was nötig ist, um den Even Flow wieder
herzustellen.

Herzheilen

Ich lege meine eigenen heilenden Hände

auf mein eigenes treues Herz

mit Sanftmut und besonderer Fürsorge

Mit meine heilenden Händen

bringe ich Wärme und Liebe

und den Wunsch zu heilen

was einst zerbrach

in Ordnung zu bringen

was einst schief ging.

Ich werde alles für Dich tun

was ich kann.

Fürchte Dich nicht.

Ich gebe Dir, was ich nur geben kann.

Stark gekürzte und z. T. recht freie Übersetzung von Detlev Tesch

Original: Silvia Hartmann, 2003

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